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C3 | Videokonferenzen

  • Videokonferenzen kamen in Schulen vor allem während des Distanzunterrichts aufgrund der Corona-Pandemie zum Einsatz. Mit dem Wechsel zurück zum Präsenzunterricht gehen manche davon aus, dass die Videokonferenz nur eine Notlösung war, in Schule und im Unterricht sonst aber keinen Zweck mehr erfüllt. Das ist nicht so.

     

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    Mit einer Liveübertragung per Video kannst du alles präsentieren, was du deinen Schüler:innen mitgeben möchtest. Du kannst auch deinen Bildschirm teilen und so Einblicke in deine Dokumente gewähren. Und wenn alle Anwesenden ihre Kamera eingeschaltet haben, siehst du sofort ihre Reaktionen.

    Hier einige Einsatzmöglichkeiten von Videokonferenzen heute:

    Du bist verpflichtet, Medienkompetenzen im Unterricht zu fördern. Der Austausch per Videokonferenz gehört zu den Medienkompetenzen Kommunizieren und Präsentieren. Deine Schüler:innen sollen beispielsweise lernen, wie man in einer Videokonferenz Ergebnisse einer Aufgabe vorstellt. Genau diese Kompetenzen brauchen deine Schüler:innen in der Arbeitswelt. Bereits in der Schule kann der sichere und souveräne Umgang mit Videokonferenzen verlangt werden.

    In der Schule bringen Videokonferenzen praktische Vorteile mit sich. Du kannst jede Person auf der ganzen Welt zuschalten, die deinen Unterricht bereichert, selbst aber nicht vor Ort sein kann. Das kann zum Beispiel im Englischunterricht eine Partnerklasse aus England sein. Das können Schüler:innen sein, die im Auslandsjahr in den USA sind oder die Parallelklasse auf der Klassenfahrt. Oder es sind interessante Interviewpartner auf der ganzen Welt, spannende Persönlichkeiten, Vereine oder Verbände, die ihr Wissen in deinen Unterricht tragen möchten, selbst aber nicht vor Ort sein können.

    Videokonferenzen erleichtern deinen Schulalltag. Es ist nicht mehr zwingend notwendig, dass Eltern bei deinem Elternabend vor Ort in der Schule sein müssen. Insbesondere für Alleinerziehende mit kleinen Kindern ist das eine Erleichterung. Auch die Schul- oder Lehrkräftekonferenz kann per Videokonferenz durchgeführt werden. Du kannst als Lehrkraft auch Sprechstunden per Videokonferenz anbieten. Zum Beispiel für Eltern oder für Schüler:innen in einer Projektwoche. Du wirst feststellen: Das erleichtert vieles. Denn per Video lässt sich einiges besser erklären und zeigen als per Telefon.

    Du kannst übrigens auch Videos (z. B. von YouTube) während einer Videokonferenz präsentieren. Achte hier darauf, dass auch der Ton  von deinem Gerät übertragen wird. Dazu musst du beim Teilen auf ein Häkchen „Übertragen von Sound bzw. von System-Audio“ anklicken. Wichtig: Alle anderen Programme wie E-Mail-Programme solltest du ausschalten, sonst hören alle, wenn du eine neue E-Mail bekommst.

  • Zur Teilnahme an Videokonferenzen benötigt jede Person, die sich zuschalten lassen will, ein Mikrofon, einen Kopfhörer und eine Webcam. Mikrofon und Webcam sind bereits in Smartphones, Tablets und in vielen Laptops verbaut. Die Nutzung eines Kopfhörers, gar eines Headsets, hat den Vorteil, dass Störgeräusche wie beispielsweise Echo-Effekte nicht auftreten.

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    Die Übertragung von Audio und Video ist datenintensiv. Achte darauf, dass deine Internetleitung schnell genug ist. In der Schule brauchst du mindestens 50, besser 100 Mbit/s, wenn die Übertragung flüssig sein soll. Zu Hause reichen bereits 16 Mbit/s. Du weißt nicht, wie schnell deine Leitung ist? Auf Websites wie z. B. Speedmeter oder Speedtest kannst du die Geschwindigkeit prüfen.

    Vermeide Videokonferenzen von unterwegs per Tablet oder Smartphone – nicht nur wegen des Empfangs und wegen des Verlusts deines Datenvolumens, sondern auch wegen möglicher Störgeräusche. Echo-Effekte oder abgehackte Sprache können für alle Teilnehmenden eine Belastung sein. Außerdem störst du vielleicht Anwesende vor Ort, zum Beispiel im Zug.

  • Vergib für den Log-in in die Videokonferenz ein sicheres Passwort, sodass keine Unbefugten zuschauen und den Unterricht stören können. Mehr über sichere Passwörter erfährst du in Lerneinheit D2, „Log-ins und Passwörter. Bei einigen Programmen funktioniert der Log-in auch über die persönliche Einladung per E-Mail. Mache davon Gebrauch, sofern alle Schüler:innen eine E-Mail von deiner Schule erhalten haben (z. B. im Rahmen eines Lernmanagementprogramms).

  • In den Jahren 2020 und 2021 haben sich Berichte gehäuft, nach denen Schüler:innen sich den Scherz erlaubt hatten, andere Schüler:innen während des Fernunterrichts aus dem Konferenzraum zu werfen oder die Lehrkraft stummzuschalten.

    Mache dich, um so etwas zu verhindern, mit der Rechte- und Rollenvergabe in Videokonferenzen vertraut (z. B. Teilnehmende, Sprechende, Administration, oder bei Zoom: Host, Co-Host und Teilnehmende).

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    Bei den Einstellungen – in der Regel auf der Website der Videokonferenzplattform – kannst du auch angeben, wer wen anschreiben darf, wer seinen Bildschirm teilen darf und wer wen stummschalten kann. Du kannst sogar den Chat deaktivieren, wenn sich alle auf das Gezeigte konzentrieren sollen.

    Lege auch eine Person fest, die dir assistiert, also Beiträge oder Fragen im Chat vorliest, während du etwas präsentierst. Das kann eine große Hilfe sein.

    Wenn alle gleichzeitig sprechen, wird es schwierig, zuzuhören. Mit der Funktion „Hand heben“ lässt sich eine Reihenfolge der Gesprächsbeiträge festlegen. Weise am Anfang der Videokonferenz auf diese Regel hin und lasse alle die Funktion ausprobieren, vor allem wenn die Schüler:innen das Programm noch nicht kennen.

    Nutze alle Funktionen, die dir das Videokonferenzprogramm bietet, um deine Lernziele zu erreichen. Inzwischen bringen viele Videokonferenzprogramme beispielsweise Whiteboards mit. Das sind weiße Flächen, die gemeinsam bearbeitet werden können. Einige bringen auch Umfragen mit.

    Auch sinnvoll ist der Einsatz von sogenannten Breakout-Räumen. Das sind kleine Räume, in die du Personen entsenden kannst, die untereinander sprechen wollen oder sollen. So ermöglichst du Gruppenarbeiten.

  • Populäre Videokonferenz-Tools wie Microsoft Teams oder Zoom sind aus datenschutzrechtlichen Gründen in vielen Bundesländern oder Kommunen für den Einsatz in Schulen untersagt. Datenschutzkonforme Alternativen sind Cisco Webex, Edudip, Clickmeeting, Jitsi oder BigBlueButton.

    Für die beiden letzten Programme benötigest du sogenannte Instanzen. Das sind Server, auf denen die Programme laufen. Eine Liste öffentlicher Jitsi-Instanzen findest du per Recherche im Netz. Auf der Instanz meet.jit.si kannst du beispielsweise direkt loslegen. Für BigBlueButton empfehlen wir die datenschutzkonforme Instanz bbbserver.de. Denn sie bietet an, dass alle Log-in- und Konferenzdaten nach der Konferenz innerhalb von 24 Stunden gelöscht werden.

    Die Kultusministerien regeln die Nutzung von bestimmten Videokonferenz-Programmen unterschiedlich. Wirf einen Blick in die jeweiligen Vorgaben des Ministeriums oder der Datenschutzbehörde in deinem Bundesland. Prüfe auch, ob in der Bildungsplattform, die deine Schule nutzt (beispielsweise itsLearning, Lernsax, Lernraum Berlin, HPI Schulcloud) eine Videokonferenzplattform bereits integriert ist. Das erleichtert vieles – vor allem die Terminvergabe und den Log-in. Gibt es beides nicht, musst du das Programm auf seine Datenschutzkonformität selbst prüfen. Eine Hilfe ist hier die DigiBitS-Checkliste „Apps im Unterricht“.

    Ein Tipp zum Schluss: Manche Tools sind kostspielig. Prüft in der Schule, ob ihr Vergünstigungen erhalten könnt. Zahlreiche Anbieter halten Lösungen für Bildungsinstitutionen wie Schulen parat.

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