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D4 | Clouds

  • „Mein USB-Stick ist kaputt, die ganze Unterrichtsplanung ist weg“, sagt Herr Müller im Lehrkräftezimmer. „Passiert mir nicht, ich mache meine Unterrichtsplanung nur noch in der Cloud“, meint Frau Yildiz und lehnt sich entspannt zurück. In einer Wolke? Was meint sie?

    Das ist schnell erklärt: Cloud Storage nennt man das Speichern von Dateien in einem großen Server-Netz eines Unternehmens. Wenn man also Dokumente, Fotos oder Videodateien in einer Cloud speichert, dann liegen sie nicht nur auf der eigenen Festplatte, sondern gleichzeitig auch bei einem Rechenzentrum eines Cloud-Unternehmens. Dort sind sie ausfallsicher hinterlegt. Falls ein Speicher kaputtgeht oder ausfällt, springen die anderen ein. So können keine Daten verloren gehen und sie bleiben jederzeit verfügbar.

    In einer Wolke (Cloud) sind drei verschiedenfarbige Ordner mit Dokumenten dargestellt.
    Der Austausch von Daten zwischen einer Wolke (Cloud) und einem Ordner wird durch zwei Pfeile dargestellt.

    Der Zugriff auf den Cloud-Speicherplatz kann auf jedem Gerät und mit jedem Webbrowser über das Internetportal des Cloud-Anbieters erfolgen – alternativ über ein Cloud-Programm oder per Smartphone bzw. Tablet über eine Cloud-App. Mit der App können auch Dateien vom Smartphone oder vom Tablet aus in die Cloud hochgeladen werden. Das lohnt sich vor allem bei großen Mengen an Fotos oder Videos, die mit dem Smartphone aufgenommen wurden, aber auch bei Notizen, Kalendereinträgen und E-Mails. Man kann auf diese Weise sogar ein Back-up des gesamten Betriebssystems mitsamt allen Apps und Einstellungen erstellen und in die Cloud hochladen.

    Um einen Cloud-Dienst sinnvoll zu nutzen, wird ein Internet-Zugang per LAN oder WLAN benötigt. Der Zugang zur Cloud wird nach der Registrierung mit einem Nutzernamen bzw. einer E-Mail-Adresse und einem Passwort geschützt. Zahlreiche Cloud-Anbieter bieten für mehr Sicherheit auch eine Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA) an. Mehr Informationen zu 2FA findest du in der Lerneinheit D2, „Log-ins und Passwörter“.

    Übrigens: Auch YouTube, Netflix und Spotify sind Cloud-Dienste, weil sie ihre Daten ausfallsicher auf mehreren Servern speichern. Von jedem PC oder Smartphone aus kann man auf Videos, Filme, Serien, Podcasts oder Musik zugreifen – vorausgesetzt, der Internetzugang ist stabil und schnell genug.

  • Cloud-Dienste haben viele Vorteile im Schulalltag. Hier einige Beispiele:

    • Top-Sicherheit: Im Unternehmen, das die Cloud bereitstellt, gibt es IT-Profis, die für die Sicherheit aller Daten sorgen. Neben einer Abwehr von Cyberattacken sind die Dateien in den Rechenzentren auch vor Einbruch und Diebstahl geschützt. In der Schule ist das in diesem Umfang nicht möglich: Festplatten können kaputt gehen, es kann Brände und Hochwasser geben.
    • Wiederherstellung: Hat man in der Schule seine Dateien versehentlich gelöscht, hat man in der Cloud ein Backup, eine Sicherheitskopie. Auch wenn man die Dateien durch eine automatische Synchronisierung in der Cloud löscht, ist das kein Problem. Viele Cloud-Anbieter bringen Wiederherstellungs-Tools mit.
    • Bye, bye, USB-Stick: Wir haben immer mehr Dateien auf dem Rechner, die immer größer werden. Irgendwann ist der Speicher voll und man braucht USB-Sticks und Festplatten. Den Datenträger-Wirrwarr kann man sich sparen, lädt man all die Dateien in die Cloud und greift online auf sie zu.
    • E-Mails in der Cloud: Auch das Schreiben und Senden von E-Mails funktioniert in der Cloud. Der Vorteil: Überall und auf allen Geräten gelingt der Zugriff auf die E-Mails. Und wird ein neuer PC eingerichtet, braucht man nur Passwort und E-Mail-Adresse eingeben und alle E-Mails werden heruntergeladen.
  • Clouds haben viel Potential für den Einsatz in der Schule, vor allem für die Zusammenarbeit mit deinen Kolleg:innen und zur Bereitstellung großer Dateien. Und das geht so:

    • Du lädst die Datei (z. B. ein Video, ein Foto oder ein Dokument) in die Cloud hoch.
    • Dann generierst du einen Link zu dieser Datei. Das geht mit der rechten Maustaste.
    • Diesen Link teilst du per E-Mail oder Messenger mit deinen Kolleg:innen. So haben alle gleichzeitig Zugriff darauf – egal, wo sie sich gerade befinden. Das verhindert auch den Wildwuchs an verschiedenen Dateiversionen und -kopien, die du sonst per E-Mail hin- und herschicken würdest.
    Auf einem Smartphone wird ein Foto in die Cloud hochgeladen. Der Downloadfortschritt von 34% wird unter dem Bildsymbol gezeigt.

    Es muss übrigens nicht immer ein großer Cloud-Dienst sein. Manchmal reicht eine schlanke Lösung. Im Kollegium könnt ihr sogenannte Etherpads nutzen, um Notizen und Texte gemeinsam zu bearbeiten. Das ist nicht nur bei Unterrichtsverläufen hilfreich, sondern auch bei Protokollen für die Schul-, Lehrkräfte- oder Fachkonferenz.

    Frag die IT an deiner Schule, ob sie dir eine Etherpad-Instanz einrichtet, dann bleiben alle eingegebenen Daten bei euch. Alternativ kannst du auf rechtssichere Instanzen zurückgreifen, z. B. ZUMpad, Yopad, UnserPad oder das Etherpad des pädagogischen Landesinstituts in Rheinland-Pfalz. Diese werden in Deutschland gehostet. Mit Cryptpad steht dir nach einer kurzen Registrierung (ohne E-Mail-Adresse) das CryptDrive aus Frankreich zur Verfügung. Du hast dort 1 TB frei, um Texte zu speichern und zu verwalten. CryptPad erlaubt auch das Einfügen von Bildern, Tabellen und Videos in deine Texte.

    Weitere Tipps, wie du Etherpads, sogar digitale Whiteboards und Pinnwände im Unterricht einsetzen kannst, findest du in Lerneinheit F4, „Digitale Unterrichtsmethoden“.

  • Ein Risiko ist der Datenschutz. Du solltest keine persönlichen Daten in einer Cloud und somit bei einem Unternehmen speichern, sofern nicht alle Betroffenen (bei deinen Schüler:innen die Erziehungsberechtigten) ihr Einverständnis dazu gegeben haben. Zu persönlichen Daten gehören übrigens nicht nur Namen, Anschriften und Telefonnummern, sondern auch Noten und Leistungsbewertungen von Schüler:innen und auch ihre  Diagnosen wie ASHS oder die Lese-Rechtsschreibschwäche. Es gibt aber auch zahlreiche Anbieter rechtssicherer Clouds und Tools, die im Unterricht eingesetzt werden können. Diese Dienste nutzen Server in Deutschland oder in der EU und arbeiten DSGVO-konform.

    Informationen dazu, welche Online-Tools du ohne Bedenken an deiner Schule nutzen kannst, bieten zumeist der Landesbildungsserver, das Kultusministerium oder das Lehrerbildungszentrum deines Bundeslandes. Eine Recherche lohnt sich, da manche Bundesländer bestimmte (kostenpflichtige) Tools auch kostenfrei zur Verfügung stellen oder spezielle Fortbildungen für Programme und Plattformen anbieten.

    Weitere Hinweise zum Datenschutz findest du im Themenbereich D, „Datenwelt“.

    cloud

    Quelle: Pixabay

  • Cloud-Dienste wie Microsoft OneDriveGoogle Drive und DropBox führen häufig zu Diskussionen unter Datenschützer:innen, Ministerien, Lehrkräften und Medienpädagog:innen. Denn die Rechenzentren dieser Unternehmen sind in den USA und unterliegen somit im Grunde nicht der europäischen Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Eine Alternative zu OneDrive, Google Drive und DropBox ist NextCloud von der gleichnamigen GmbH. Das ist eine freie Software für alle Geräte, die es ermöglicht, Dateien, Kontakte, Kalender und Weiteres gemeinsam zu nutzen – im Kollegium wie im Klassenraum.

    Lernmangementsysteme (LMS) wie Moodle, ILIAS, Lernraum Berlin, Lernsax, HPI Schul-Cloud, iServ oder itsLearning haben wie NextCloud einen großen Funktionsumfang. Du kannst Dateien mit deinen Schüler:innen teilen, Aufgaben vergeben und sogar festlegen, dass die Lösung der Aufgabe zu einer bestimmten Zeit hochgeladen werden muss. So kannst du eine Klassenarbeit digital stattfinden lassen. Viele LMS bringen Whiteboards, Etherpads, Pinnwände, Umfrage-Tools und einige sogar Videokonferenzen mit. Prüfe, welches Lernmanagementsystem das Kultusministerium in deinem Bundesland kostenfrei anbietet – in der Regel gibt es passende Fortbildungen.

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